Wer sind die Palästinenser?

In j√ľngerer Zeit hat die Pal√§stinenserf√ľhrung wiederholt versucht, die Behauptung zu bekr√§ftigen, dass die Pal√§stinenser Nachfahren der Kanaaniter w√§ren. Durch diese gebetsm√ľhlenartige Wiederholung besteht Anlass zur Sorge, dass manche Menschen im Westen darauf hineinfallen.

Der einzige Zweck dieses "kanaanitischen Narrativs" ist hingegen nicht die Erhellung der Abstammung der Pal√§stinenser, sondern die Leugnung des j√ľdischen Narrativs. Wieso also der R√ľckgriff auf die Kanaaniter? Da diese das Land besiedelten bevor die israelitischen St√§mme kamen, h√§tten diese √§ltere Anspr√ľche. Wie Nabil Shaath behauptete, w√§re die j√ľdische Geschichte nichts weiter als ein "Potpourri von Legenden und Erfindungen". Das "kanaanitische Narrativ" vermag weder Vers√∂hnung noch Kompromissbereitschaft zu erzeugen, sondern dient einzig der Zerst√∂rung des j√ľdisch-israelischen Narrativs.

Entsprechend ist es wichtig darzulegen, auf welche Weise Pal√§stinenser ihre eigene Herkunft definieren. Tats√§chlich behauptet kein einziger pal√§stinensischer Stamm, dass seine Wurzeln in Kanaan liegen w√ľrden. Stattdessen sehen sich alle als stolze Nachfahren arabischer St√§mme aus den Hedschas, dem heutigen Irak oder Jemen. Selbst die Kanaan-Familie aus Nablus sieht ihre Vorfahren in Syrien.

Einige Familien haben kurdische oder √§gyptische Wurzeln und in der Region Hebron finden sich Traditionen die auf j√ľdische Herkunft deuten.

Diese Studie bestreitet nicht das Recht pal√§stinensischer Familien sich als Pal√§stinenser zu definieren. Es w√§re nur w√ľnschenswert, w√ľrde die Pal√§stinenserf√ľhrung auf ein positives und konstruktives Narrativ setzen und nicht auf eines, das substanzlos ist und allein dem Zweck dient, das j√ľdische zu leugnen.

11 weitere Mythen √ľber Israel – Teil 1

Nachdem an dieser Stelle bereits die zehn bekanntesten Mythen √ľber Israel ihrer Unwahrheit √ľberf√ľhrt wurden, sollen nun – in zwei Teilen – weitere Anschuldigungen besprochen werden.

1. "Israel betreibt Genozid, Massenmord und ethnische Säuberung an den Palästinensern"

Dieser zynische Vorwurf ist eine der schwerwiegendsten L√ľgen, die aktuell an Universit√§ten und innerhalb des Milieus internationaler Menschenrechtsorganisationen verbreitet wird.

Vorgetragen wird sie von Einzelnen und Organisationen, die vorgeben, sich f√ľr Menschen- und Verfassungsrechte einzusetzen, stattdessen sich jedoch der extremsten Form von rechtlicher und faktischer Verzerrung bedienen.

Dabei werden selektiv und böswillig juristische Prinzipien, Erklärungen und Aufsätze falsch gedeutet um Israel zu verleumden und seine Legitimität und Existenz anzuzweifeln.

Die Verbreiter dieser "Blutlegende" manipulieren und verkehren zynisch historische Fakten, in dem sie Israel vorwerfen, eine "genozidale Mentalit√§t gegen√ľber dem pal√§stinensischen Volk" zu unterhalten.

Zehn Ger√ľchte √ľber Israel

Israel wird √ľberh√§uft mit einseitigen internationalen Resolutionen, Erkl√§rungen, "Friedenspl√§nen" und Ratschl√§gen von Seiten anderer Regierungen, internationaler Organisationen, Meinungsmachern und Teilen der j√ľdischen, christlichen und muslimischen Glaubensgemeinschaften.

Doch die meisten dieser Deklarationen basieren auf weit verbreiteten, falschen oder fehlgedeuteten Grundannahmen √ľber Israel, seine f√ľhrenden Politiker, seine Regierung, seine Politik und die Ansichten eines Gro√üteils der israelischen √Ėffentlichkeit.

Ziel ist es hier, diese zehn Ger√ľchte anzusprechen und zu widerlegen.

Der neue ‚ÄěBreaking the Silence‚Äú-Bericht: Haltlose Diffamierung Israels

Die Nichtregierungsorganisation ‚ÄěBreaking the Silence‚Äú behauptete j√ľngst, dass mutma√üliche Zeugenaussagen, die sie von anonym bleibenden israelischen Soldaten erhalten h√§tten, beweisen w√ľrden, dass die IDF unterschiedslos Gaza beschossen h√§tten, was zu hohen zivilen Opfer unter den Pal√§stinensern und umfassenden Zerst√∂rungen gef√ľhrt h√§tte. Wie bereits in fr√ľheren F√§llen weigert sich ‚ÄěBreaking the Silence‚Äú die Name dieser Zeugen allerdings zu benennen oder sie den Ermittlungsbeh√∂rden der IDF zur Verf√ľgung zu stellen, die den Auftrag haben, alle Vorw√ľrfe von Fehlverhalten gegen die Armee zu untersuchen. Andere Nichtregierungsorganisationen reichen ihre Beweise, die gew√∂hnlich von der pal√§stinensischen Seite stammen, h√§ufig weiter, damit das MAG der IDF die Vorf√§lle pr√ľfen kann. Es sollte deutlich sein, dass ‚ÄěBreaking the Silence‚Äú weniger Interesse daran hat, Fakten aufzudecken, als vielmehr daran, Israel zu verunglimpfen.

Arafat und der J√ľdische Staat: Einige Worte zur Aufkl√§rung

‚ÄĘ Am 13. M√§rz 2014 √§u√üerte der amerikanische Au√üenminister John Kerry gegen√ľber dem amerikanischen Kongress, dass er die prinzipielle israelische Forderung, Israel sei als j√ľdischer Staat anzuerkennen f√ľr einen Fehler halte. Er begr√ľndete das u.a. damit, dass der verstorbene Pal√§stinenserf√ľhrer Yasser Arafat bereits 1988 und 2004 best√§tigt habe, dass ‚Äěes [Israel] ein j√ľdischer Staat‚Äú sein werde.

‚ÄĘ Tats√§chlich glaubte auch die amerikanische Regierung zu den jeweiligen Zeitpunkten nicht daran, dass Arafats Worte f√ľr eine faktische Anerkennung des Existenzrechts des j√ľdischen Staates hinreichend w√§ren. Die √Ąu√üerungen Arafats von 1988 kommen dieser geforderten Anerkennung nicht einmal nah.

‚ÄĘ Im letzten Quartal von 1988 hatte es intensive Bem√ľhungen gegeben, den diplomatischen Dialog zwischen der PLO und den Vereinigten Staaten herzustellen. Zuvor hatten sich alle amerikanischen Regierungen einem Grundsatz verpflichtet gef√ľhlt, den der ehemalige US-Au√üenminister Henry Kissinger aufgestellt hatte ‚Äď mit der PLO werde erst dann Dialog gef√ľhrt, wenn sie Israel anerkenne, die UN-Sicherheitsratsresolution 242 akzeptiere und dem Terrorismus abschw√∂re.

‚ÄĘ Arafat verabschiedete keine eindeutige Erkl√§rung, in der er Israel als j√ľdischer Staat anerkannte, doch er griff auf die Wortwahl von UN-Vollversammlungsresolution 181 zur√ľck. Die Vereinigten Staaten schlossen daraus, dass die von Washington gesetzte Bedingung f√ľr einen Dialog ‚Äď die Anerkennung Israels ‚Äď nicht erf√ľllt sei, so dass kein Dialog zwischen den USA und der PLO zustande kam.

‚ÄĘ Tats√§chlich war es der aktuellen israelischen Friedensunterh√§ndlerin Justizministerin Tzipi Livni zu verdanken, die darauf bestand, dass in der offiziellen Stellungnahme Israels zur ‚ÄěRoadmap‚Äú von 2003 ‚Äěausdr√ľcklich auf Israels Recht als j√ľdischer Staat zu existieren‚Äú verwiesen werden sollte.

Jerusalem als Verhandlungssache?

Am 21. August 2012 verk√ľndete Pal√§stinenserpr√§sident Mahmoud Abbas: ‚Äěes wird keinen Frieden, keine Sicherheit und keine Stabilit√§t geben, wenn nicht Besatzung, Siedlungen und Siedler aus unserer heiligen Stadt und der ewigen Hauptstadt unseres Staates verschwinden.‚Äú Die einstige Existenz eines j√ľdische Tempels nannte er im gleichen Atemzug eine ‚Äěangebliche.

¬∑ Diese √Ąu√üerung, die im Prinzip jegliche Beziehung oder ein Anrecht von Juden auf Jerusalem leugnet, get√§tigt vom Chef der Pal√§stinensischen Autonomiebeh√∂rde, den die internationale Gemeinschaft als gem√§√üigt und vern√ľnftig wahrnimmt, sollte verdeutlichen, wie au√üerordentlich die politischen, historischen, psychologischen, rechtlichen und religi√∂sen Herausforderungen sind, die die Stadt f√ľr die Nahostverhandlungen darstellt.

¬∑ Diese Studie analysiert die verschiedenen Aspekte dieser H√ľrden im Hinblick darauf, wieso die L√∂sung des Problems Jerusalem in der Vergangenheit alle Unterh√§ndler hat scheitern lassen. Sie wirft desweiteren ernste Fragen auf √ľber die M√∂glichkeit einer Einigung aller Parteien bei diesem Thema.

¬∑ Ausgehend von einem Blick auf die Bedeutung Jerusalems f√ľr die verschiedenen religi√∂sen Gemeinschaften wie auch die Welt im Allgemeinen sollen verschiedene internationale Instrumentarien und Vorschl√§ge zur L√∂sung der Jerusalem-Frage betrachtet werden.

Zum Schutz territorialer Kontinuit√§t: E-1 und die Verbindung zwischen Jerusalem und Ma‚Äėale Adumim

Das E-1-Gebiet ist Teil der israelischen Stadt Ma‚Äôale Adumim und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu Jerusalem. Um die 36 000 Einwohner der Stadt mit Jerusalem zu verbinden, wurde ein Bauvorhaben vorgelegt, das jeder israelischer Premierminister seit Yitzhak Rabin unterst√ľtzt hat. Das Gel√§nde besteht aus weitestgehend unbewohntem Staatsland.

¬∑ Ohne Zugriff auf das E-1-Gebiet w√§re Israel in Sorge √ľber den pal√§stinensischen Bebauungsg√ľrtel, der Jerusalem von Osten her einzuschlie√üen droht, die Entwicklung der Stadt in √∂stliche Richtung verhindert und Israels Kontrolle der Stra√üe zwischen Jerusalem und Jericho einschr√§nkt. Diese wesentliche Arterie ist von enormer strategischer Bedeutung f√ľr Israel, um im Kriegsfall Truppen und Ausr√ľstung nach Osten und Norden durch das Jordantal zu verlegen.

¬∑ Im Gegensatz zu anderslautenden Behauptungen wird eine Fertigstellung der E-1-Bauma√ünahmen das Westjordanlang nicht in zwei Teile teilen und die Kontinuit√§t des pal√§stinensischen Territoriums untergraben. Israel plant zudem eine neue Stra√üe, die es dem pal√§stinensischen Verkehr vom S√ľden her kommend erm√∂glichen w√ľrde, Ma‚Äôale Adumim vom Osten her zu umfahren, und die eine Verbindung zu den St√§dten des n√∂rdlichen Westjordanlandes herstellen w√ľrde. Diese pal√§stinensische Umgehungsstra√üe w√ľrde sogar die Zeit pal√§stinensischer Fahrer reduzieren, da jene auf der Nord-S√ľd-Strecke keinerlei israelische Stra√üensperren passieren m√ľssten.

¬∑ Die gr√∂√üte Bedrohung f√ľr die zuk√ľnftige territoriale Kontinuit√§t Israels stellt der illegale pal√§stinensische H√§userbau in E-1 dar. Die israelischen und pal√§stinensischen Bauma√ünahmen sind den rechtlichen Vorkehrungen des Oslo-II-Interimsabkommens vom 28. September 1995 unterworfen. Im Gebiet von E-1, das nach Oslo-II zum C-Gebiet geh√∂rt, hat Israel das Recht zu Eingrenzung und Planung erhalten. Aus diesem Grund ist ein Gro√üteil der j√ľngsten von pal√§stinensischer Seite errichteten H√§user illegal. Im Gegensatz dazu untersagte keine der Bestimmungen der Osloer Abkommen Israel Siedlungsaktivit√§ten auf diesem Gebiet, auch wenn Israel sich in den vergangenen Jahren unilateral selbst Beschr√§nkungen auferlegte.

· Die israelischen Baumaßnahmen in E-1 werden den Zusammenhang des palästinensischen Territoriums nicht untergraben. Sollte Israel jedoch die Kontrolle von E-1 verlieren, dann wäre seine territoriale Kontinuität schwer kompromittiert.

Israel als j√ľdischer Nationalstaat: Von der San-Remo-Konferenz 1920 bis zu den Netanyahu-Abbas-Gespr√§chen

¬∑ Premierminister Netanyahu zufolge ist das Kernproblem des Konfliktes zwischen Israel und den Pal√§stinensern die fortdauernde Weigerung Letzterer, ‚Äěden Anspruch des j√ľdischen Volkes auf einen eigenen Staat in seiner historischen Heimst√§tte‚Äú anzuerkennen. Netanyahu hat diese Frage zur zentralen ‚ÄěVoraussetzung f√ľr die Beendigung des Konfliktes‚Äú erkl√§rt. Diese Forderung Netanyahus wiederbelebt damit ein fundamentales nationales Anrecht auf der globalen Ebene, das einst als axiomatisch galt, heute aber kaum noch erw√§hnt wird.

¬∑ Vor neunzig Jahren beschloss der Oberste Rat der Entente-M√§chte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Niederlage des Osmanischen Reiches auf der San-Remo-Konferenz die Aufteilung der Territorien des Nahen Ostens. Dabei entschied man sich, die Balfour-Deklaration, die eine j√ľdische Heimst√§tte in Pal√§stina bef√ľrwortete, in das britische Mandat f√ľr die Region einzubeziehen, womit international das j√ľdische Recht auf Selbstbestimmung anerkannt wurde.

¬∑ Die in San Remo verwendete Sprache war ein Triumph der zionistischen Bewegung, die eine nationale L√∂sung f√ľr das j√ľdische Dilemma vorsah. Damit wurde die Existenz der Juden als mehr als nur individuelle Anh√§nger einer bestimmten Religion ‚Äď des Judentums ‚Äď, sondern als gesellschaftliche Gruppe mit Anspruch auf nationale Selbstbestimmung best√§tigt, in diesem Fall in Form einer nationalen Heimst√§tte. Diese sollte Pal√§stina sein, die antike Heimat der Juden. Die in San Remo bestimmte Sprachregelung stellte mit den Worten des britischen Au√üenministers Lord Curzon ‚Äědie Magna Carta des Zionismus‚Äú dar. Es war klar, dass der Begriff einer ‚Äěnationalen Heimst√§tte‚Äú einen Staat meinte.

¬∑ Die j√ľdische Selbstbestimmung war Teil eines Dekolonisationsprozesses im Nahen Osten, der zu arabischer und j√ľdischer Unabh√§ngigkeit f√ľhrte. Die wiederholten Assoziationen, mit denen Israel als ‚Äěkoloniales Projekt‚Äú gesehen wird, sind ahistorisch und falsch, leugnen die jahrtausendelange Beziehung der Juden mit dem Land Israel und ignorieren die Vorteile, die der Zionismus den Arabern im Prozess der Dekolonisation gebracht hat. Der britische Peel Commission Report vom 1937 war diesbez√ľglich deutlich. Tats√§chlich war es die j√ľdische R√ľckkehr in das Land Israel, die der Auspr√§gung einer deutlichen und einmaligen pal√§stinensischen Identit√§t das wesentliche Moment verlieh.

¬∑ Durch die Gr√ľndung des Staates Israel wurde das j√ľdische Volk wieder zu einem geschichtlichen Akteur. Zu verdanken war dies den internationalen Institutionen, die die Berechtigung und Bedeutung des j√ľdischen Selbstbestimmungsrechts anerkannten. Diese Institutionen akzeptierten die G√ľltigkeit des Zionismus, der nationalen Befreiungsbewegung des j√ľdischen Volkes. Wer heute, sechzig Jahre nach Gr√ľndung des Staates Israel, dieses j√ľdische Recht auf Selbstbestimmung leugnet, betreibt eine neue Form von Antisemitismus.

¬∑ Vor neunzig Jahren beschloss der Oberste Rat der Entente-M√§chte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Niederlage des Osmanischen Reiches auf der San-Remo-Konferenz die Aufteilung der Territorien des Nahen Ostens. Dabei entschied man sich, die Balfour-Deklaration, die eine j√ľdische Heimst√§tte in Pal√§stina bef√ľrwortete, in das britische Mandat f√ľr die Region einzubeziehen, womit international das j√ľdische Recht auf Selbstbestimmung anerkannt wurde.

¬∑ Die in San Remo verwendete Sprache war ein Triumph der zionistischen Bewegung, die eine nationale L√∂sung f√ľr das j√ľdische Dilemma vorsah. Damit wurde die Existenz der Juden als mehr als nur individuelle Anh√§nger einer bestimmte Religion ‚Äď des Judentums ‚Äď best√§tigt, sondern als gesellschaftlichen Gruppe mit Anspruch auf nationale Selbstbestimmung, in diesem Fall in Form einer nationalen Heimst√§tte. Diese sollte Pal√§stina sein, die antike Heimat der Juden. Die in San Remo bestimmte Sprachregelung stellte mit den Worten des britischen Au√üenministers Lord Curzon ‚Äědie Magna Carta des Zionismus‚Äú dar. Es war klar, dass der Begriff einer ‚Äěnationalen Heimst√§tte‚Äú einen Staat meinte.

¬∑ Die j√ľdische Selbstbestimmung war Teil eines Dekolonisationsprozesses im Nahen Osten, der zu arabischer und j√ľdischer Unabh√§ngigkeit f√ľhrte. Die wiederholten Assoziationen, mit denen Israel als ‚Äěkoloniales Projekt‚Äú gesehen wird, sind ahistorisch und falsch, leugnen die jahrtausendelange Beziehung der Juden mit dem Land Israel und ignorieren die Vorteile, die der Zionismus den Arabern im Prozess der Dekolonisation gebracht hat. Der britische Peel Commission Report vom 1937 war diesbez√ľglich deutlich. Tats√§chlich war es die j√ľdische R√ľckkehr in das Land Israel, die der Auspr√§gung einer deutlichen und einmaligen pal√§stinensischen Identit√§t das wesentliche Moment verlieh.

¬∑ Durch die Gr√ľndung des Staates Israel wurde das j√ľdische Volk wieder zu einem geschichtlichen Akteur. Zu verdanken war dies den internationalen Institutionen, die die Berechtigung und Bedeutung des j√ľdischen Selbstbestimmungsrechts anerkannten. Diese Institutionen akzeptierten die G√ľltigkeit des Zionismus, der nationalen Befreiungsbewegung des j√ľdischen Volkes. Wer heute, sechzig Jahre nach Gr√ľndung des Staates Israel, dieses j√ľdische Recht auf Selbstbestimmung leugnet, betreibt eine neue Form von Antisemitismus.