Irans Dilemma

Der Kampf um die Zukunft des Iran hat sich in den vergangenen Tagen zugespitzt. Die Vereinigten Staaten haben ihre Sanktionen gegen das Islamische Regime versch├Ąrft, in dem sie die verbliebenen Ausnahmeregelungen f├╝r diverse L├Ąnder, die iranisches ├ľl kaufen, aufhoben. Sie haben die Iranischen Revolutionsgarden zur Terrororganisation erkl├Ąrt, die Einfuhr von im Iran gef├Ârderten Schwermetallen verboten und dem Iran untersagt, ├╝bersch├╝ssiges schwach angereichertes Uran und Schweres Wasser zu exportieren, was ihm im Rahmen des Atomabkommens gestattet worden war. Urspr├╝nglich war dem Iran diese Lizenz ausgestellt worden, um sicher zu stellen, dass der Iran diese Materialien produzieren kann, ohne sie in gr├Â├čeren Vorr├Ąten zu horten. Die USA haben zudem begonnen, Kr├Ąfte in Richtung Persischen Golf und Iran zu verlegen.

Teheran hat unterdessen verk├╝ndet, dass sich der Iran bei einem Scheitern der europ├Ąischen Bem├╝hungen, die Konsequenzen der amerikanischen Sanktionen abzumildern, schrittweise aus dem Atomabkommen zur├╝ckziehen werde. Au├čerdem droht seine F├╝hrung mit Angriffen auf die Amerikaner und ihre Alliierten. Als Antwort darauf haben die Europ├Ąer betont, dass sie trotz ihrer Verpflichtung zur Einhaltung des Abkommens bei einem iranischen Ausstieg zu den Sanktionen zur├╝ckkehren werden. Russland und China beziehen, wie zu erwarten war, Stellung f├╝r den Iran.