IS-Anschl├Ąge in Teheran: Schlag f├╝r Rouhani, Chance f├╝r die Revolutionsgarden

Der Islamische Staat (IS) hat die Verantwortung f├╝r die gleichzeitig koordinierten Terrorangriffe vom 7. Juni 2017 auf das iranische Parlamentsgeb├Ąude Madschlis und das Grabmahl des iranischen Revolutionsf├╝hrers Ayatollah Khomeini ├╝bernommen. Die Organisation ver├Âffentlichte dazu eine Erkl├Ąrung durch ihre Medienabteilung sowie ein kurzes Video, das von einem der Angreifer auf das Parlament aufgenommen wurde. Dies geschah, noch bevor der Angriff auf die Madschlis beendet war. Insgesamt wurden 13 Menschen ermordet und mehr als 40 verwundet. Sunnitische Organisationen die den Iran in der s├╝d├Âstlichen Grenzregion zu Pakistan und Afghanistan bek├Ąmpfen – Gruppen, die bereits vom IS inspiriert wurden – d├╝rften sich von dem doppelten Angriff in Teheran ermutigt f├╝hlen und ihrerseits ihre Bem├╝hungen verst├Ąrken. Separatistische Bewegungen und andere ethnische Gruppen sind unter den Arabern des Iran sehr aktiv, v.a. in Khuzestan, wo Angriffe aus ├ľl- und Gaseinrichtungen eskalieren k├Ânnen. (10) Je mehr der IS also an Territorium verliert, desto mehr d├╝rfte Teheran mit der Gruppe an seinen und innerhalb seiner Grenzen konfrontiert werden, was die iranischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und den Golfmonarchien – allen voran Saudi Arabien – versch├Ąrfen d├╝rfte.