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60 Jahre Israel
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Militärisch-strategische Aspekte der Topographie des Westjordanlandes im Hinblick auf die Sicherheit des Staates Israel

Yaakov Amidror  |  Sicherheit

Militärisch-strategische Aspekte der Topographie des Westjordanlandes im Hinblick auf die Sicherheit des Staates Israel
 
Auf Grund seiner Lage und seiner Topographie hat das Westjordanland eine besonders wichtige Rolle in der nationalen Sicherheit Israels eingenommen, seitdem die israelische Armee es 1967 eroberte. Das Westjordanland stellt mit einer Fläche von 5500 km2 ein relativ kleines Gebiet dar. Es befindet sich jedoch in unmittelbarer Nähe der Küstenebene Israels, in der 70% der israelischen Bevölkerung und 80% der Produktionsstätten des Landes angesiedelt sind. Darüber hinaus bestehen die Gebiete von Judäa und Samarien hauptsächlich aus einer Hügelkette, die sich von Nord nach Süd erstreckt und die wichtigsten, in der Küstenebene gelegenen Infrastrukturen der Landes überragt – u.a. den internationalen Flughafen des Landes, Hi-Tech Industrieanlagen und die meisten Autobahnen und Schnellstraßen, die Haifa, Tel Aviv und Jerusalem miteinander verbinden. Das Regenwasser, das von dieser Hügelkette in die Grundwasserleitung im westlichen Samarien strömt, liefert 30% des Trinkwassers Israels.
 
Ein feindliches Heer, das die dominierenden Positionen in Judäa und Samarien einnähme, könnte eine Bedrohung für den Kern des Staates Israel darstellen und das Wirtschaftsleben stark beeinträchtigen oder sogar zum Stillstand bringen und große Teile der Bevölkerung gefährden (vgl. Karte 6). Für andere Landesteile, die Israel im Sechs-Tage-Krieg eroberte, ist der Sachverhalt nicht unbedingt gleich: für die neben der Negev Wüste gelegene Sinai Halbinsel und die Golanhöhen, die den See Genezareth und den Nordteil des Staates Israel überragen. Eine militärische Niederlage in diesen Gebieten könnte zwar eine große Gefahr für die Sicherheit Israels darstellen, der Staat selbst wäre jedoch nicht in seinem Fortbestehen bedroht. Im Gegensatz dazu, führte eine Stilllegung und Eroberung der Küstenebene zur Vernichtung des Staates Israel.
 
Aus militärischer Sicht handelt es sich dabei um den wichtigsten Aspekt, der die strategische Bedeutung der Gebiete von Judäa und Samarien für den Staat Israel ausmacht.
 
Ein zusätzlicher Aspekt der strategischen Bedeutung von Judäa und Samarien liegt in der Aufgabe als Sperre, die die Küstenebene vor einem von Osten kommenden Angriff durch Panzerstreitkräfte schützt. Die Hügelkette von Judäa und Samarien ist an ihrer höchsten Stelle nur 900 m hoch; westlich von ihr befindet sich jedoch das Jordantal, die tiefste Stelle der Welt, die eine Tiefe von 370 m unterhalb des Meeresspiegels erreicht. Die Bedeutung liegt darin, dass die Hügelkette von Judäa und Samarien für ein angreifendes Heer eine 1300m hohe und relativ steile Hürde nach Osten darstellt (vgl. Karte 7). Die Entfernung des Jordanflusses von den Gipfeln der Hügelkette beträgt zwischen 13 und 19 km (die Breite von ganz Judäa und Samarien beträgt etwa 54 km). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Israel unter normalen Umständen relativ kleine Einheiten des stehenden Heeres einsetzen kann, die zumindest zahlenmäßig den großen stehenden Heeren seiner Nachbarstaaten weit unterlegen sind, bilden die steilen Osthänge der Hügelkette den einzigen echten Ersatz für die Verteidigungslinie der isralischen Armee, bis zur Einberufung der Reserveeinheiten, um sich mit der bevorstehenden Bedrohung auseinanderzusetzen.
 
Die Hügelkette von Judäa und Samarien leistet auch in anderer Hinsicht ihren Beitrag zur Sicherheit des Staates Israel. Die militärische Hoheit Israels über das Jordantal erlaubt es, gegen das Einschmuggeln von modernen Waffen für palästinensische Terrororganisationen vorzugehen. Israel hat jetzt einen Landstreifen von 100 km Breite zu bewachen, im Vergleich zur Grenzlinie von 1967, die sich über etwa 360 km erstreckte. Obwohl die Streitkräfte Jordaniens versuchen, den Fluss illegaler Waffen durch das jordanische Königreich einzudämmen, sind sie nicht immer erfolgreich. Die Hizbollah versucht illegale Waffen aus dem Libanon über Südsyrien einzuschmuggeln.
 
Darüber hinaus sind Judäa und Samarien auch für die Verteidigung des Luftraumes von Israel von äußerster Bedeutung. Im Falle einer hohen Alarmstufe kann Israel seine Luftabwehrkräfte auf den Hügeln und Berggipfeln von Judäa und Samarien aufstellen, um aus vorderster Linie feindliche Flieger zu sichten und abzufangen und nicht erst von der dichtbevölkerten Küstenebene aus. Das Blickfeld eines Kurzstreckenradars und der Frühwarnsysteme, die entlang der Küstenebene aufgestellt werden müssten, würde durch die Hügelkette von Judäa und Samarien abgeblockt (dabei ist der Raketenabfangradar sehr wohl in der Lage, Raketen abzuschießen). Daher hat Israel seit Jahren diese Verteidigungsanlagen in den höhergelegenen Gebieten von Judäa und Samarien aufgestellt. Daraus geht klar hervor: sollte sich der Luftraum über Judäa und Samarien in feindlicher Hand befinden, bekäme Israel nur eine sehr viel kürzere Warnung – und vielleicht nicht einmal das. Somit wäre auch der Start von Kampfflugzeugen nicht möglich. Heute braucht ein feindliches Kampf-und Raketenflugzeug nur 3 Minuten um vom Jordanfluss aus das Mittelmeer, Judäa und Samarien und Israel zu erreichen (67 km). Es ist zu bezweifeln, dass der Staat Israel eine befriedigende Verteidigungsfähigkeit seines Luftraumes durch Abschussflugzeuge oder Flugzeugabwehrraketen beibehält, wenn er weniger als 3 Minuten für einen Einsatz zur Verfügung hat.
 
In manchen Kreisen werden solche Drohungen von Seiten der östlicher Nachbarn Israels angezweifelt, insbesondere nach dem Friedensvertrag mit Jordanien und nachdem der Irak von Saddam Hussein befreit ist. Man muss hierbei allerdings daran erinnern, dass die Planung der nationalen Sicherheit sich nicht nur auf die gegenwärtige politische Lage stützen darf, sondern mögliche Veränderungen in den Absichten der Nachbarstaaten Israels zu berücksichtigen hat. Israel braucht verteidigungsfähige Grenzen, um sich auch langfristig, in den kommenden Jahrzehnten verteidigen zu können, nicht nur in den nächsten fünf Jahren. Es besteht keinerlei Garantie dafür, dass in Zukunft alte Bedrohungen nicht wiederaufleben oder dass nicht neue, schrecklichere Bedrohungen, als wir sie in der Vergangenheit kannten, auftauchen.
 
 
 
 
 
 
 


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